Was ist ein richtiger Notfall?

Was ist ein richtiger Notfall?

„Das war doch kein richtiger Notfall.“ Wer im Rettungsdienst, in einer Leitstelle oder in einer Notaufnahme arbeitet, kennt diesen Satz. Manchmal fällt er nach einem Einsatz wegen seit Tagen bestehender Rückenschmerzen, manchmal nach einer Versorgung einer Patient:in mit Bauchschmerzen, bei der sich am Ende kein akut bedrohlicher Befund zeigt. Der Satz ist verständlich, weil Rettungsdienst und Notaufnahmen über begrenzte Ressourcen verfügen. Gleichzeitig ist er gefährlich verkürzt. Denn Patient:innen entscheiden nicht rückblickend auf Grundlage einer Diagnose. Sie entscheiden in einer von Unsicherheit, Angst, Schmerzen und begrenztem Wissen geprägten Situation.

Genau darin liegt das Spannungsfeld: Einerseits soll die Bevölkerung nicht bei jeder gesundheitlichen Irritation die 112 wählen oder die Notaufnahme aufsuchen. Andererseits sollen Menschen bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Sepsis, schwerer Atemnot oder anderen zeitkritischen Erkrankungen nicht zögern, weil sie befürchten, „unnötig“ Hilfe zu rufen. In einem früheren Beitrag habe ich argumentiert, dass sogenannte Bagatelleinsätze nicht nur eine Belastung, sondern auch ein Motor der Professionalisierung des Notfallsanitäterberufs sein können (zum Beitrag). Dieser Beitrag setzt einen Schritt früher an, nämlich bei der Frage, wer überhaupt beurteilen kann, ob ein Fall ein „richtiger Notfall“ ist.

Der „richtige Notfall“ wirkt klarer, als er ist

Im Alltag scheint die Sache einfach zu sein. Ein schwerer Verkehrsunfall, Bewusstlosigkeit, starke Blutung, Atemnot oder Brustschmerzen sind in den Augen vieler Kolleg:innen „richtige“ Notfälle. Ein seit Wochen bestehender Rückenschmerz oder ein unkomplizierter Infekt, eher nicht. Diese grobe Unterscheidung ist nicht falsch. Menschen brauchen Orientierung, wann sie den Rettungsdienst, den ärztlichen Bereitschaftsdienst, eine Hausarztpraxis oder eine Notaufnahme kontaktieren sollten.

Schwieriger wird es dort, wo die Symptome uneindeutig sind. Ist ein Druckgefühl in der Brust eine muskuläre Beschwerde, eine Panikattacke oder ein akutes Koronarsyndrom? Ist Schwindel harmlos oder ein Hinweis auf einen Schlaganfall? Ist Fieber Ausdruck eines banalen Infekts oder der Beginn einer Sepsis? Für Fachpersonen sind solche Fragen bereits anspruchsvoll. Für Laien sind sie kaum zu beantworten. Die Kategorie „richtiger Notfall“ hängt deshalb davon ab, wer beurteilt, wann beurteilt wird, welche Informationen verfügbar sind und welcher Versorgungsweg überhaupt erreichbar ist oder erscheint.

Was die Forschung über „unangemessene“ Notaufnahmevorstellungen zeigt

Cummins und Kolleg:innen untersuchen in ihrer Studie zur Angemessenheit von Notaufnahmevorstellungen in Irland. Dabei ging es gerade nicht darum, dass offensichtlich sei, welche Vorstellungen angemessen oder  unangemessen sind. Vielmehr sollte ein Konsens zwischen Gesundheitsfachpersonen (Allgemeinmedizinerinnen, Fachärzt:innen für Notfallmedizin) hergestellt werden (Cummins et al., 2023). In 45 % der Fälle konnten sich die Expert:innen jedoch nicht darauf einigen, ob die Vorstellung in der Notaufnahme angebracht war. Das zeigt deutlich, dass diese Frage viel komplexer ist, als es im ersten Moment scheint. Auch in Deutschland kommen Rettungsfachpersonal und Notaufnahmeärzt:innen häufig zu unterschiedlichen Einschätzungen darüber, ob eine Klinikvorstellung nötig ist oder nicht (Bollinger et al., 2026). 

Eine weitere Studie zeigt, dass Notaufnahmevorstellungen durch unterschiedliche demografische, regionale und klinische Faktoren geprägt sind (Cummins et al., 2022). Patient:innen handeln nicht im luftleeren Raum, sondern mit Schmerzen, Sorgen, eingeschränkter Erreichbarkeit anderer Versorgungsangebote, Unsicherheit bezüglich der Zuständigkeiten oder der Empfehlungen von Angehörigen. O’Cathain et al. (2020) beschreiben in einem Realist-Review, dass die „clinically unnecessary“ Nutzung von Notfall- und Akutversorgung nicht allein durch mangelndes Wissen erklärbar ist, sondern auch durch Risikowahrnehmung, Zugang zu Alternativen, soziale Unterstützung und bisherige Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem.

Auch wenn die genannten Studien vor allem Notaufnahmevorstellungen untersuchen und nicht unmittelbar rettungsdienstliche Einsätze, zeigen sie ein grundsätzliches Problem der Notfallversorgung: Die Angemessenheit eines Hilfeersuchens ist selbst für Fachpersonen häufig nicht eindeutig bestimmbar.

Probleme durch die isolierte rettungsdienstliche Perspektive 

Ein Kernproblem liegt in der Rückschau. Nachdem Vitalparameter erhoben, eine Anamnese geführt, ein EKG geschrieben oder eine umfassende neurologische Untersuchung durchgeführt worden ist, erscheint vieles eindeutig. Dann lässt sich sagen, dass es kein Schlaganfall war. Es war kein Herzinfarkt. Es war keine Sepsis. Aus einem bedrohlich wirkenden Symptom wird rückblickend eine harmlose Diagnose.

Ein weiterer häufig übersehener Punkt ist der Informationsunterschied zwischen Patient:innen und Fachpersonal. Wenn Rettungsdienstpersonal, Ärzt:innen oder andere Gesundheitsfachpersonen nach Anamnese, Untersuchung und gegebenenfalls Diagnostik zu dem Schluss kommen, dass eine Krankenhausbehandlung nicht erforderlich ist, dann ist dies das Ergebnis eines professionellen Einschätzungsprozesses. Diese Einschätzung steht am Ende einer Abklärung, nicht am Anfang.

Ein alltagsnaher Vergleich zur Verdeutlichung. Wenn ein Auto plötzlich ungewöhnliche Geräusche macht, Warnleuchten aufleuchten oder sich die Lenkung anders anfühlt, wird auch eine medizinisch hochqualifizierte Person ohne technische Expertise eher zur Werkstatt fahren. Die selbst betroffene Kfz-Mechatroniker:in könnte das Problem aber vielleicht direkt vor Ort lösen. Sie weiß, welches Geräusch harmlos ist, welcher Geruch gefährlich werden kann und welche Warnleuchte sofortiges Handeln erfordert. Daraus folgt jedoch nicht, dass die medizinisch qualifizierte Person falsch gehandelt hat, als sie mit demselben Problem in die Werkstatt fuhr. Sie hat schlicht nicht dieselbe Wissensbasis wie die Fachperson.

Wenn also medizinisches Fachpersonal nach der Untersuchung entscheidet, dass eine Krankenhausvorstellung nicht notwendig ist, beweist das nicht automatisch, dass der ursprüngliche Hilferuf unangemessen war. Es zeigt zunächst nur, dass die Situation nach professioneller Einschätzung anders eingeordnet werden konnte. Ein subakuter Befund nach Abklärung ist nicht gleichbedeutend mit einem unangemessenen Hilfeersuchen vor der Abklärung.

Niedrig dringlich heißt nicht irrelevant

Hier schließt sich die frühere Diskussion um sogenannte „Bagatelleinsätze“ an. Der Begriff „Bagatelle“ suggeriert Trivialität und wertet ab; genau das ist problematisch. Zudem beschreibt der Begriff meist weniger die Situation der Patient:innen als vielmehr die Bewertung durch das System nach erfolgter Einschätzung. Viele dieser Einsätze sind nicht vital bedrohlich, können aber dennoch einen erheblichen Hilfe- oder Versorgungsbedarf darstellen. Dazu zählen beispielsweise Multimorbidität, eingeschränkte Mobilität, fehlende hausärztliche Anbindung, Pflegeprobleme, soziale Isolation oder Überforderung der Bezugspersonen. Nicht jeder Fall ist ein zeitkritischer Notfall. Aber daraus folgt nicht, dass kein Problem besteht.

Die internationale qualitative Forschung zur Rettungsdienstnutzung bei primärversorgungsnahen Problemen zeigt, dass Hilfesuchen häufig durch eine Mischung aus Sorge, mangelnden Alternativen, sozialem Kontext und Unsicherheit geprägt ist (Booker et al., 2017). Bereits ein systematisches Mapping-Review hatte gezeigt, dass Patient:innen mit primärversorgungsnahen Problemen den Rettungsdienst nicht nur aus medizinischen Gründen kontaktieren, sondern auch aus praktischen, sozialen und organisatorischen Gründen (Booker et al., 2015). 

Wenn Menschen bei zeitkritischen Notfällen nicht anrufen

Wer nur von „unnötiger“ Inanspruchnahme spricht, übersieht die andere Seite der Medaille. Menschen rufen auch dann nicht oder zu spät Hilfe, wenn es tatsächlich notwendig wäre. Der öffentliche Diskurs über „falsche Notrufe“ und „Bagatellpatient:innen“ kann dazu beitragen, dass Menschen zögern. Sie möchten niemandem zur Last fallen, haben Angst vor Vorwürfen oder hoffen, dass es schon wieder besser wird (Arrebola-Moreno et al., 2020; Farquharson et al., 2019).

Viele Notfallerkrankungen präsentieren sich in der frühen Phase eher diffus und können daher falsch gedeutet werden (Bates et al., 2023). Deshalb muss die öffentliche Kommunikation sorgfältig erfolgen. Hinweise darauf, in welchen Situationen andere Versorgungswege geeigneter sind, sind erforderlich. Sie dürfen jedoch nicht so formuliert werden, dass Menschen bei potenziell zeitkritischen Symptomen aus Angst vor einem Fehlalarm zögern. Die deutsche Bevölkerungsstudie von dem Knesebeck et al. (2022) zeigt zudem, dass Wissen über Notfallversorgungsstrukturen ungleich verteilt ist. Während die 112 weitgehend bekannt ist, sind der ärztliche Bereitschaftsdienst und die Notfallpraxen deutlich weniger präsent.

Vom Schuldvorwurf zur Systemfrage

Die zentrale Frage sollte daher nicht lauten: „Warum rufen die Leute wegen so etwas an?“ Sie sollte lauten: „Warum erscheint dieser Versorgungsweg für diese Person in dieser Situation als der richtige oder der einzige Weg?“ Wenn Menschen den passenden Versorgungsweg wählen sollen, müssen diese Wege bekannt, erreichbar und verständlich sein. Der ärztliche Bereitschaftsdienst kann nur entlasten, wenn er in der Bevölkerung bekannt, tatsächlich erreichbar und fachlich in der Lage ist, Patient:innen angemessen zu beraten, zu versorgen und gegebenenfalls weiterzusteuern. Ambulante Versorgungsangebote können nur Alternativen sein, wenn sie zeitnah verfügbar sind. Leitstellen brauchen qualifiziertes Personal, strukturierte Abfrageinstrumente und klare regionale Versorgungspfade. Dazu gehören niedrigschwellige telefonische und telemedizinische Beratung für Anrufende, bessere öffentliche Kommunikation zum ärztlichen Bereitschaftsdienst, sektorenübergreifende Leitstellenkonzepte, regionale Akutversorgungszentren und klare Rückfallebenen für unklare Fälle.

Damit wird deutlich, dass die Debatte über den „richtigen Notfall“ keine Erziehungsfrage ist. Sie ist eine Frage der Gesundheitskompetenz, der Versorgungssteuerung, der regionalen Versorgungsstrukturen und der professionellen Zusammenarbeit. 

Was bedeutet das für den Rettungsdienst?

Der Rettungsdienst begegnet längst nicht mehr nur vital bedrohten Patient:innen. Er wird zunehmend mit unklaren, subakuten, psychosozial geprägten oder primärversorgungsnahen Hilfeersuchen konfrontiert (Hofmann et al., 2024). Das kann frustrieren, wenn Ausbildung, Selbstbild und Systemlogik stark auf den klassischen zeitkritischen Notfall ausgerichtet sind. Trotzdem gehören diese Einsätze zur Realität des Rettungsdienstes.

Professionell ist deshalb nicht nur die Versorgung bei Polytrauma oder Herz-Kreislauf-Stillstand. Professionell sind auch die sichere Einschätzung unklarer Beschwerden, die Kommunikation mit verunsicherten Menschen, die Erkennung von Risiken trotz unspektakulärer Präsentation sowie die Vermittlung geeigneter Alternativen. Subakute Hilfeersuchen können ein wichtiges Feld professioneller Weiterentwicklung sein, wenn sie nicht als bloße Störung betrachtet werden, sondern als Ausdruck realer, wenn auch nicht immer zeitkritischer Versorgungsbedarfe.

Fazit

Die Rede vom „richtigen Notfall“ ist grundsätzlich verständlich. Rettungsdienst und Notaufnahmen benötigen Ressourcen für Menschen, die akut gefährdet sind. Gleichzeitig ist der Begriff trügerisch, wenn er zu einfach verwendet wird. Cummins et al. (2023) machen deutlich, dass es selbst Fachpersonen in vielen Fällen nicht gelingt, einen Konsens darüber zu finden, welche Vorstellungen in der Notaufnahme angemessen sind. 

Daraus folgt die einfache, aber unbequeme Einsicht, dass von Laien keine perfekte Selbsteinordnung erwartet werden kann, wenn selbst Fachpersonen nicht immer zur gleichen Einschätzung gelangen. Eine gute Notfallversorgung darf deshalb nicht auf Beschämung setzen. Sie muss Fehlsteuerungen reduzieren, ohne Menschen vom notwendigen Hilferuf abzuhalten. Sie muss die Gesundheitskompetenz stärken, ohne die Verantwortung einseitig auf Patient:innen abzuwälzen. Und sie muss Rettungsdienst, Leitstellen, Notaufnahmen, ärztlichen Bereitschaftsdienst und ambulante Versorgung so verbinden, dass Menschen nicht perfekt wissen müssen, wohin sie gehören, sondern sicher dorthin gelangen. Nicht jede Sorge ist ein Notfall. Aber jeder Notfall beginnt für Laien oft als Sorge.

Quellen

Arrebola-Moreno, M., Petrova, D., Garcia-Retamero, R., Rivera-López, R., Jordan-Martínez, L., Arrebola, J. P., Ramírez-Hernández, J. A., & Catena, A. (2020). Psychological and cognitive factors related to prehospital delay in acute coronary syndrome: A systematic review. International Journal of Nursing Studies108, 103613. https://doi.org/10.1016/j.ijnurstu.2020.103613

Bates, K., Schirmer, H., Kontsevaya, A., Bobrova, N., Leon, D. A., & McKee, M. (2023). Pre-hospital delays among patients with acute coronary syndrome in the Russian Federation: a multicentre prospective observational cohort study (the AMIR Study). Frontiers in Disaster and Emergency Medicine1. https://doi.org/10.3389/femer.2023.1231318

Bollinger, M., Huhn, C., Holst, J., Villain, C., Görendt, K., Kumle, B., Kohl, M., Kill, C., & Risse, J. (2026). Transportverzicht durch Rettungsdienstpersonal. Notfall + Rettungsmedizin. https://doi.org/10.1007/s10049-026-01731-8

Booker, M. J., Purdy, S., & Shaw, A. R. G. (2017). Seeking ambulance treatment for ‘primary care’ problems: a qualitative systematic review of patient, carer and professional perspectives. BMJ Open7(8), e016832. https://doi.org/10.1136/bmjopen-2017-016832

Booker, M. J., Shaw, A. R. G., & Purdy, S. (2015). Why do patients with ‘primary care sensitive’ problems access ambulance services? A systematic mapping review of the literature. BMJ Open5(5), e007726. https://doi.org/10.1136/bmjopen-2015-007726

Cummins, N. M., Barry, L. A., Garavan, C., Devlin, C., Corey, G., Cummins, F., Ryan, D., Cronin, S., Wallace, E., McCarthy, G., & Galvin, R. (2022). The “better data, better planning” census: a cross-sectional, multi-centre study investigating the factors influencing patient attendance at the emergency department in Ireland. BMC Health Services Research22(1), 471. https://doi.org/10.1186/s12913-022-07841-6

Cummins, N. M., Barry, L. A., Garavan, C., Devlin, C., Corey, G., Cummins, F., Ryan, D., Wallace, E., Deasy, C., Flynn, M., McCarthy, G., Barry, T., Boyd, M., Fitzgerald, D., Hayes, P., Lane, G., McMahon, G., McNamara, R., McNamee, L., … Galvin, R. (2023). Clinician consensus on “Inappropriate” presentations to the Emergency Department in the Better Data, Better Planning (BDBP) census: a cross-sectional multi-centre study of emergency department utilisation in Ireland. BMC Health Services Research23(1), 1003. https://doi.org/10.1186/s12913-023-09760-6

Farquharson, B., Abhyankar, P., Smith, K., Dombrowski, S. U., Treweek, S., Dougall, N., Williams, B., & Johnston, M. (2019). Reducing delay in patients with acute coronary syndrome and other time-critical conditions: a systematic review to identify the behaviour change techniques associated with effective interventions. Open Heart6(1), e000975. https://doi.org/10.1136/openhrt-2018-000975

Hofmann, T., Kirschenlohr, R., Reuter-Oppermann, M., & Lefering, R. (2024). Welche Notfallbilder stellen den Einsatzalltag von Notfallsanitäter:innen dar? Eine Sekundärdatenanalyse von Krankenhauszuweisungscodes aus Hessen. Notfall + Rettungsmedizin. https://doi.org/10.1007/s10049-024-01375-6

O’Cathain, A., Connell, J., Long, J., & Coster, J. (2020). ‘Clinically unnecessary’ use of emergency and urgent care: A realist review of patients’ decision making. Health Expectations23(1), 19–40. https://doi.org/10.1111/hex.12995

von dem Knesebeck, O., Koens, S., Schäfer, I., Strauß, A., & Klein, J. (2022). Public Knowledge About Emergency Care—Results of a Population Survey From Germany. Frontiers in Public Health9. https://doi.org/10.3389/fpubh.2021.787921

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